Das „Blaue Wunder“ ist der volksmundliche Name der Loschwitzer Brücke in Dresden (bis 1912: „König-Albert-Brücke“).
Sie ist eine Brücke über die Elbe und verbindet die Villengegenden bzw.
Wohngegenden Blasewitz und Loschwitz miteinander.
Das "Blaue Wunder" wurde 2007 für die Auszeichnung als
Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.
In der Entstehungszeit war die Brücke eine der ersten dieser Spannweite aus Metall, welche keine Strompfeiler in der Elbe benötigte – unter anderem deshalb wurde sie als Wunder bezeichnet. Der Name „Blaues Wunder“ ist auch auf die hellblaue Farbe der Brücke zurückzuführen.
Bis heute hält sich das Gerücht, die Brücke sei ursprünglich grün (aus den Mischfarben Kobaltblau und Chromgelb) angestrichen gewesen, und erst durch Witterungseinflüsse (andere Quellen sprechen nur von der Sonneneinstrahlung) hätten sich die Gelbanteile verflüchtigt, und nur das Blau sei übrig geblieben.
Es gibt jedoch eine Reihe journalistischer und handfester Belege für die ursprüngliche Farbe Blau. So gibt es Artikel in Zeitungen aus der Zeit der Erbauung und eine Münzgedenkprägung anlässlich der Einweihung der Brücke, in welchen die Brücke schon als „Blaues Wunder“ bezeichnet wird.
Im Jahre 1935 wurde die Brücke umgebaut, um mehr Platz für die Fahrbahn zu gewinnen, indem beidseits die Gehwege auf die Außenseiten der Brücke verlagert wurden.
1945 wurde die Brücke unabhängig voneinander durch mehrere Bürger vor der Sprengung durch die auf der Flucht befindliche Wehrmacht gerettet. Daran erinnert heute eine Gedenktafel am stromabwärtigen Fußweg auf Blasewitzer Seite.
Bis 1985 führten die Straßenbahnlinien 4 nach Pillnitz und 15 nach Loschwitz über die Brücke. Seitdem ist wegen verminderter Tragfähigkeit der Straßenbahnverkehr eingestellt. Für den Kraftfahrzeugverkehr ist seitdem eine Tonnagebegrenzung von 15 t gültig.
2005 schlug die PDS vor, die „Loschwitzer Brücke“ offiziell in „Blaues Wunder“ umzubenennen. Der diesbezügliche Antrag fand im Stadtrat jedoch keine Mehrheit
Quelle: http://www.wikipedia.de