360° Panorama Ansicht: Bautzener Osterreiter in Bautzen auf der Friedensbrücke
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Bautzener Osterreiter in Bautzen auf der Friedensbrücke

📍 Ostern 2009
Virtueller Rundgang in der Nähe: Eierverzieren in sorbischen Techniken in der Tourist-Info
Eierverzieren in sorbischen Techniken in der Tourist-Info
Virtueller Rundgang in der Nähe: Osterbrunnen 2009
Osterbrunnen 2009
Virtueller Rundgang in der Nähe: Bautzener Osterreiter in Temritz
Bautzener Osterreiter in Temritz
Virtueller Rundgang in der Nähe: Eierschieben auf dem Protschenberg
Eierschieben auf dem Protschenberg
Virtueller Rundgang in der Nähe: Radiborer Osterreiter 1
Radiborer Osterreiter 1
Virtueller Rundgang in der Nähe: Radiborer Osterreiter 2
Radiborer Osterreiter 2
Virtueller Rundgang in der Nähe: Radiborer Osterreiter 2
Radiborer Osterreiter 2

Bautzener Osterreiter in Bautzen auf der Friedensbrücke

📍 Region: Ostern 2009

Am Ostersonntag reiten die katholischen M?nner einer Kirchengemeinde in Frack (Gehrock) und Zylinder auf festlich geschm?ckten Pferden in die Nachbargemeinde, um dieser die frohe Botschaft zu verk?nden, dass der Herr Jesus Christus auferstanden ist. Es ist Brauch, dass die besuchte Gemeinde einen Gegenbesuch durchf?hrt. Jeder Prozessionszug, der aus bis zu ?ber hundert Reitern und Pferden bestehen kann, darf dabei den anderen nicht kreuzen - das bringt Ungl?ck. Vorneweg reiten die Fahnentr?ger, die Tr?ger der Christusstatue und des Kreuzes.
Vor Beginn der Prozession wird gemeinsam der Ostergottesdienst gefeiert, danach umreiten die Osterreiter die heimatliche Kirche, werden gesegnet und begeben sich auf den Weg, die frohe Botschaft in Form von traditionellen Kirchenliedern ins Land zu tragen. Die Kirche bzw. der Dorfplatz, eines jeden Ortes, durch den der Zug f?hrt, wird ebenfalls umritten. Dabei werden ebenfalls sorbische, manchmal auch deutsche bzw. lateinische Kirchenlieder gesungen; kurz vor Ausritt und teilweise auch zwischen den Ortschaften wird laut gebetet.
In der besuchten Zielgemeinde werden die Reiter bek?stigt. Vor dem Heimritt wird gemeinsam vor dem Friedhof oder in der Kirche gebetet und die Reiter werden ebenfalls vom Pfarrer gesegnet.
Den Abschluss des Osterfestes bildet seit 1983 ein gemeinsamer Dankgottesdienst aller Reiter in der Rosenthaler Kirche am Osterdienstag.
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Die oftmals reich geschm?ckten Pferde werden zum Teil von weit her ausgeliehen. Am Vorabend werden diese dann geb?rstet und gestriegelt, die M?hnen werden geflochten, der Schweif gek?mmt und mit einer Schleife versehen. Die Schleifen sind mit bunten Stickereien versehen, selten mit den sorbischen Farben. Im Trauerfall werden schwarze Schleifen verwendet. Das Pferdegeschirr ist aufw?ndig mit Muscheln oder Metallbeschl?gen verziert. In den letzten Jahren sieht man immer h?ufiger auch frische Blumen als Schmuck.
Nimmt ein junger Mann bzw. Jugendlicher das erste Mal am Osterreiten teil, tr?gt er einen kleinen gr?nen Kranz an der Brust. Bei einer 25-j?hrigen Teilnahme ist dies dann ein Silberkranz, bei 50 Jahren ein goldener.
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Urspr?nglich ritten die heidnischen Slawen im Fr?hjahr um ihre Felder, um die b?sen Geister (des Winters) zu vertreiben und um f?r eine gute Ernte zu bitten. Dieser, nicht nur slawische, Brauch hielt sich bis ?ber die Zeit nach der Christianisierung in seiner urspr?nglichen Bedeutung. Auch heute noch kann man dies in Ostro beobachten, wo die M?nner vor dem eigentlichen Osterritt fr?hmorgens die Felder umreiten.
Wie vielen urspr?nglich heidnischen Festen wurde auch dem Osterreiten nach der Christianisierung der Elbslawen eine neue Bedeutung gegeben. Aus dem urspr?nglichen Umritt der Felder wurde eine Prozession zu Ehren des Auferstandenen. Gemeinsam mit vielen anderen Br?uchen spiegelt auch das Osterreiten den Ablauf des b?uerlichen Arbeitsjahres und die Bed?rfnisse und W?nsche der einfachen Dorfbewohner wider. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es fest mit dem kirchlichen Kalender verwoben.
Erstmalig wurde das Osterreiten 1541 auf der Strecke zwischen Wittichenau und Ralbitz erw?hnt.
Nach dem Tiefpunkt von 1974, als nur 487 Reiter teilnahmen, sind die Teilnehmerzahlen bis 2007 wieder auf etwa 1700 gestiegen.
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Quelle: http://www.wikipedia.de