360° Panorama Ansicht: Augustusbrücke
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Augustusbrücke

📍 Sommer 2007 · 📅 23.09.2007
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Augustusbrücke

📍 Region: Sommer 2007

📅 Aufgenommen am 23.09.2007

Die Augustusbrücke, bzw. ihr Nachfolgebau Friedrich-August-Brücke ist eine Straßenbrücke über die Elbe in Dresden, sie verbindet die historischen Kerne der Altstadt und der Neustadt.
Fälschlicherweise wird sie auch oft als Schlossbrücke bezeichnet, zwischen 1945 und 1990 trug sie offiziell den Namen Georgij-Dimitroff-Brücke (nach dem bulgarischen Kommunisten Georgi Dimitrow).

Ein erstes Brückenbauwerk an gleicher Stelle ist für das 13. Jahrhundert belegt.
Dieses verbesserte die Transportwege auf den Handelsrouten nach Norden. Bis dahin konnte die Elbe an einer Furt östlich der Altstadt gequert werden.

In gleicher Zeit wurden auch die Erzgebirgspässe südöstlich von Dresden passierbarer, so dass sich das Handelsaufkommen zwischen Böhmen und Norddeutschland mehr und mehr erhöhte. Die Augustusbrücke war also auch wichtiger Bestandteil der Handelswege zwischen Prag und der Messestadt Leipzig.

Unter August dem Starken baute der berühmte Barock-Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann gemeinsam mit dem Ratsbaumeister Johann Gottfried Fehre die Brücke 1727-1731 aufwendig um. Sie war für damalige Verhältnisse wegen ihrer Größe, insbesondere ihrer Fahrbahnbreite, besonders eindrucksvoll und wurde nach ihrem Bauherrn "Augustusbrücke" genannt. Sie gehörte auch später zu den historischen Monumenten des barocken Dresden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch genügte weder die Fahrbahnbreite dem Straßenverkehr noch die Weite ihrer Bögen dem Schiffsverkehr. Trotz ihres Charakters als Baudenkmal wurde sie bis 1907 abgebrochen.

Etwa zur selben Zeit baute Sachsen das System der Postwege aus. Die Augustusbrücke war dabei über die Grenzen von Dresden hinaus eine wichtige Querungsstelle für die Elbe.

Zur selben Zeit wurden sowohl „Dresden“ als auch die „Neue Königliche Stadt“ zur Stadtfestung ausgebaut. Die heutige Altstadt wurde dabei von einem Wassergraben umgeben, die Neustadt von einer massiver Mauerfestung. Die Augustusbrücke verband die getrennten Festungen.

Auf der Ostseite des nördlichen (neustädtischen) Brückenkopfs stand von 1755 bis zu seiner Zerstörung im Jahre 1945 das Wohnhaus von Joseph Fröhlich, des Hofnarren Augusts des Starken. Es wurde im Volksmund "Narrenhäusel" genannt.
Heute befindet sich an dieser Stelle eine Bronzeplastik.

Die Augustusbrücke besteht aus neun Bögen (statisch als Dreigelenkbögen ausgelegt), von denen vier über Strompfeiler (bei Normalwasserstand) getragen werden. Die Gesamtlänge der Bauwerks beträgt etwa 390 Meter, die Bögen haben lichte Weiten von 17,6 bis 39,3 Meter. Auf den Pfeilern ist die Brücke etwa 25 Meter breit, sonst 18 Meter. An der Augustusbrücke wird sehr deutlich wie stark sich die Ufer am innerstädtischen Elbbogen unterscheiden. Auf Altstädter Elbseite setzt die Brücke direkt am Prallhang an und führt bereits unter dem dritten Bogen den Schiffsverkehr in der Fahrrinne. Im Norden fällt das Ufer sehr flach ab weshalb dort vier Bögen die Elbwiesen überbrücken.

Quelle: http://www.wikipedia.de