Die <b>Alte Wasserkunst</b> (sorb. Stara wodarnja) in der Stadt Bautzen war eine
Anlage zur Wasserversorgung der Stadt.<br>
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Das Bauwerk befindet sich am Rand der Altstadt nahe dem M?hltor. Es liegt an der
Spree und ist f?r die Besucher von Bautzen, die ?ber die Friedensbr?cke in die
Stadt fahren, ein markanter Blickfang. Die Alte Wasserkunst gilt gemeinsam mit
der daneben gelegenen Michaeliskirche als Wahrzeichen der Stadt Bautzen.<br>
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An der Stelle eines h?lzernen Vorbaus von 1495/96, der im Winter 1515
niederbrannte, wurde die Alte Wasserkunst in der heutigen Form im Jahre 1558
durch Wenzel R?hrscheidt den ?lteren erbaut. Diese Wasserkunst diente zur
Versorgung der Stadt mit Trinkwasser aus der Spree. 1597 wurde ein zweites
Sch?pfwerk eingebaut, um den steigenden Wasserbedarf zu decken. Im Jahre 1606
begann man aus dem selben Grund mit der Errichtung der Neuen Wasserkunst. Ab
1798 wurden die morschen h?lzernen durch eiserne Rohre aus Lauchhammer ersetzt.<br>
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Der steinerne, siebengeschossige, 47 m hohe und sich nach oben verj?ngende
Rundturm diente gleichzeitig als Teil der Stadtbefestigung. Aus diesem Grund ist
an seinem unteren Teil ein Wehrgang angebracht. Der Richtung Stadt exzentrisch
aufgesetzte Helm des Turmes erm?glichte einen Raumgewinn zum Aufstellen von
Gesch?tzen.<br>
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1965 wurde die Wasserkunst stillgelegt und dient heute als technisches Museum.
An der Stelle des urspr?nglichen Wasserrades befindet sich heute eine
Wasserturbine, mit deren Hilfe durch die Wasserkraft der Spree in kleinerem
Umfang Strom gewonnen wird.<br>
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1982/84 sowie 2006/07 wurde die Alte Wasserkunst umfassend restauriert.<br>
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Um das Wasser auf den Fleischmarkt vor dem Petridom - den h?chsten Punkt der
Stadt - leiten zu k?nnen, musste der Sammelbeh?lter im oberen Teil der
Wasserkunst h?her als dieser liegen. Das mithilfe eines Wehres unterhalb der
Wasserkunst angestaute Spreewasser trieb ein Wasserrad an; dieses wiederum
bewegte eine Pumpenanlage, die zun?chst Wasser aus dem Fluss, sp?ter auch aus
stadtnahen Quellen im Turm nach oben bef?rderte. Der Sammelbeh?lter lag auf etwa
224 m ?ber NN, also etwa 5 m h?her als der Fleischmarktbrunnen. So konnte das
Wasser mithilfe der Schwerkraft durch ein Rohrsystem ?ber jenen Brunnen in 86 in
der Stadt verteilte Wassertr?ge geleitet werden.<br>
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Der Legende nach wurde bei der Einweihung des ersten h?lzernen Bauwerkes
erkannt, dass aus den Leitungen am Fleischmarkt kein Wasser floss. Dem
Konstrukteur - in der Sage ein M?nch - war das unerkl?rlich und aus Furcht vor
dem Zorn des Stadtrates floh er auf den s?dlich Bautzens gelegenen Drohmberg
(Traumberg). Dort tr?umte er, dass in den R?hren der Wasserkunst ein Frosch
s??e. Er kehrte in die Stadt zur?ck, suchte und fand das Tier, sodass das Wasser
von nun an ungehindert flie?en konnte. Nach einer anderen Version[1] steckte
eine Ratte in den R?hren der Wasserkunst. Ob diese Sagen einen realen
historischen Hintergrund haben darf bezweifelt werden. Die unregelm??ige
Wasserf?rderung in den ersten Wochen l?sst sich wohl eher auf Lufteinschl?sse im
R?hrensystem zur?ckf?hren.<br>
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Die <b>Michaeliskirche</b> in Bautzen befindet sich nahe der Alten Wasserkunst
auf dem S?dwestbogen des Felsspornes ?ber der Spree, auf dem die Bautzener
Altstadt erbaut wurde. Der Platz zwischen der Kirche, der Wasserkunst sowie der
Inneren und ?u?eren Stadtmauer wird als Wendischer Kirchhof bezeichnet.<br>
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Das Ensemble aus Wasserkunst und Michaeliskirche ist das Wahrzeichen der Stadt
Bautzen. Stilisiert fand es Anwendung bei vielen st?dtische Zeichen und
Beschriftungen. Nach den ber?hmten Dresdener Bauwerken ist es au?erdem eines der
am h?ufigsten verwendeten Motive f?r die touristische Werbung in Sachsen.<br>
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Im Zuge der Hussitenkriege wurde Bautzen im Jahr 1429 von der Westseite her
belagert.[1] Diese Stelle stellte einen der schw?chsten Punkte der
Stadtbefestigung dar, da vor der urspr?nglich verlaufenden Stadtmauer (deren
Reste heute noch erkennbar sind) sich ein Plateau, mithin der heutige
Kirchplatz, befand, auf dem die Angreifer lagerten. Die Bewohner verteidigten
ihre Stadt tapfer und als die Angriffe der Hussiten am st?rksten waren, soll -
so die Sage - der Erzengel Michael am Himmel erschienen sein, der sein Schwert
schwang und den Bautzenern so half, die Angreifer abzuwehren. Zum Dank
errichteten die B?rger an dieser Stelle sp?ter eine Kapelle und nannten sie ?St.
Michael?. Die Michaeliskapelle wurde erstmals 1473 erw?hnt. Die Stadtmauer wurde
sp?ter verlegt, so dass sie an die alte Wasserkunst angrenzte und das Plateau
bzw. den Kirchplatz mit einschloss.<br>
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Die genannte Kapelle bildet den Ostteil der Kirche, 1495 erbaute man an der
S?dseite den Turm und im Westen das Langhaus. Um 1520 waren das Gew?lbe und das
Dach vollendet. Seitdem nannte man das Gotteshaus ?Michaeliskirche?. Nach der
Reformation und dem Einzug des Protestantismus in der Oberlausitz wurden in der
Kirche 99 Jahre lang keine Gottesdienste mehr abgehalten. Erst im Sommer 1619
wurde auch der evangelische Gottesdienst auf Sorbisch im K?nigreich B?hmen, zu
dem Bautzen damals geh?rte, erlaubt. So richtete der Bautzener Stadtrat die
Michaeliskirche als Pfarrkirche der protestantischen Sorben ein und im September
1619 wurde erstmals wieder ein Gottesdienst abgehalten.<br>
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Beim ersten gro?en Stadtbrand von 1634 wurde die Kirche nur leicht besch?digt,
das Dach brannte aus. Doch obwohl in der Kirche etwa 5 Tonnen Pulver lagerten,
ging dieses nicht in Feuer auf. Als eines der wenigen erhaltenen Geb?ude
?berstand die Michaeliskirche den Stadtbrand und diente zwischenzeitlich als
Gotteshaus f?r die Petri-Gemeinde, da der Petridom zerst?rt war.<br>
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Im Inneren der Kirche befinden sich der 1693 von St?ckel und Kanderbach
gefertigte Altar sowie die im Herbst 1784 geweihte Orgel. Beim Umbau 1892 wurden
die Emporen erbaut, die S?dfenster verbaut und Treppenh?user an der Au?enseite
angelegt. Im Zuge der Umgestaltung wurden auch eine neue Eule-Orgel und drei
neue Kirchenglocken eingebaut.<br>
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Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts bestand au?erdem eine eigene
Michaelisschule, die im Eigentum der Gemeinde stand. Die Michaeliskirche
verf?gte aus Platzmangel ?ber keinen angeschlossenen Friedhof, da der Wendische
Kirchhof als Teil einer wichtigen Verkehrsverbindung vom Spreetal hinauf zum
Inneren Lauentor und in die Altstadt fungierte.<br>
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Zum Ende des Zweiten Weltkrieges w?hrend der Schlacht um Bautzen brannte die
Turmhaube aus, eine Glocke von 1929 blieb jedoch erhalten und konnte als einzige
in der ganzen Stadt Neujahr 1946 einl?uten. Bei Renovierungsarbeiten von 1964
bis 1976 wurden die meisten Umbauten von 1892 r?ckg?ngig gemacht, die Anbauten
entfernt und die Fenster wieder freigelegt. 1992 erhielt die Kirche ein neues
Gel?ut, seit 2005 ist eine Fassadensanierung im Gange.<p><br>
<a href="http://wikipedia.de">Quelle: http://www.wikipedia.de</a> </p>